Systematische Analysen von Entwicklungsprozessen
Softwarequalität ist dynamisch und das Resultat aktiver Steuerung.
Gleichzeitig wächst die Komplexität technischer Systeme rasant und verlangt eine gezielte Steuerung.
Um Qualität, Stabilität und Leistungsfähigkeit systematisch zu erhöhen,
werden Steuerungsinstrumente und Methoden der Verifikation und Validierung speziell
für industrielle Systeme ständig weiterentwickelt.
Das Architecting hilft diese Komplexität zu beherrschen,
indem Systemstrukturen und Entwicklungsaspekte genauso wie Betriebsaspekte betrachtet werden.
Eine gezielte Architekturberatung schafft damit wesentliche Entscheidungsgrundlagen für ein erfolgreiches Software-Engineering.
Eine systematische Analyse entsprechend den Empfehlungen der NIST SP 800-160:Vol. 2 Rev. 1 orientiert sich an (A) elementaren Eigenschaften und (B) funktionalen Mechanismen.
A: Prävention (evolutionär und systembedingte Änderungen),
Reaktion (Anpassung und Aufrechterhaltung und Lessons‑Learned) sowie
Wiederherstellung (Restoration und Evolution).
B: Anticipation/Prevention,
Detection/Containment (Reaktion und Aufrechterhaltung kritischer Funktionen) sowie
Recovery und Adaptation.
Dieser Ansatz geht über eine Verbesserung der Zuverlässigkeit (Reliability, ISO/IEC 25010:2023)
durch Fehlervermeidung und -behebung hinaus und schließt organisationale und prozessuale Dimensionen ein
(siehe System-/Software-Resilienz im Software-Engineering).
Die Evaluation von Softwaresystemen und Entwicklungsprozessen ist ein sozio-technischer Audit-Prozess;
der methodische Kern ist ein erweitertes Unified Resilience Model (eURM)
für funktionale Sicherheit im industriellen Umfeld.
Das URM lässt sich als integriertes Rahmenwerk zur Bewertung der System-Resilienz verstehen,
das aus fünf Dimensionen besteht: Architecture (A), Identity (I), Failover (F), Visibility (V), Autonomy (U).
Systemstörungen werden über die Diemension Adversary (X) abgebildet.
Architektur-, Entwicklungs- und Betriebspraktiken lassen sich auf Grundlage des erweiterten Unified Resilience Model (eURM)
systematisch analysieren und bewerten, Fehlentwicklungen können frühzeitig identifiziert werden
(Risiko-Mitigation);
darüber hinaus liefern die Ergebnisse eine objektive Grundlage für Investitionen.